Im Gespräch mit Sushi

Künstler bei JuMa of Arts zu sein, bedeutet Teil einer Gemeinschaft zu sein. Wir möchten nicht nur Kunst „an den Mann“ bringen, sondern uns gegenseitig unterstützen und gemeinsam wachsen.

Damit wir uns alle besser kennen lernen können, haben wir die Reihe „Im Gespräch mit…“ eingeführt. So können Du und Ich mehr über unsere Künstler erfahren. Wie bist du überhaupt zur Kunst gekommen? Und wer ist deine größte Muse? – Das sind doch Fragen die uns alle brennend interessieren!  

Heute stellt sich unsere liebe Künstlerin Susanne aka Sushi vor! Hier ist „im Gespräch mit… Sushi!“

Im Gespräch mit... Sushi

  • Liebe Susanne, schön dass du Zeit gefunden hast dieses Interview mit uns zu machen! – Wir freuen uns sehr!
    Starten wir mal anders als gewohnt – Kläre uns doch zu Beginn mal über deinen Künstlernamen – Sushi – auf!

Ich habe von meinem Namen jeweils die ersten Buchstaben genommen 🙂 War keine Absicht, gefiel mir dann aber, vor allem weil ich Sushi als Essen auch sehr mag….

  • Aha! – So nun zu der Frage der Fragen: Warum malst du eigentlich?

Das Malen ist für mich ein Akt der Befreiung. Ich bin ja ausgebildete klassische Pianistin und wurde seit frühster Kindheit dazu erzogen, dass jede Note ‚heilig‘ ist. Auch im Konzert muss alles zu 100% kommen, was in den Noten steht- das war jedes Mal ein Riesendruck für mich. Letztendlich hat diese Dauer- Anspannung bei mir zu einem Nervenzusammenbruch geführt, wo dann ’nichts mehr ging‘.

Meine Ärztin riet mir, mit dem Konzertieren aufzuhören. Es war auch mein Wunsch, aber ich hatte eine Riesenangst, alles aufzugeben, was mich bis dahin ausgemacht hat.

Ich sollte etwas Ruhiges ‚ohne Bühne‘ machen, nur für mich allein.

Atlantik Marmormehl, Sumpfkalk, Leinöl, Papier, Pigmente auf LW 80x80 640€
Atlantik – Sushi (Marmormehl, Sumpfkalk, Leinöl, Papier & Pigmente auf Leinwand)
  • Wow – Das klingt nach einer sehr emotionalen Zeit in deinem Leben , der aber zugleich etwas ganz wundervolles entsprungen ist! Was möchtest du mit deiner Kunst ausdrücken?

Meine Bilder sind eine Analogie zum Leben: Die Gegenwart wird immer beeinflusst durch die Vergangenheit, ob wir das wollen oder nicht. Es ist gut, das zuzulassen und nicht dagegen anzukämpfen.

Das Leben ist schön, aber auch schmerzvoll- und vor allem bedeutet es  Veränderung. Das einzig Beständige ist der Wandel, und das ist für uns Menschen schwer zu ertragen. Wir wollen das Schöne immer festhalten! Das können die Menschen bei mir in den Workshops lernen. Und sie erleben dann, dass es befreiend ist, Veränderung und Unsicherheit zuzulassen. Leben IST Veränderung, ob wir das wollen oder nicht.

  • Da ist wirklich sehr viel Wahres dran.
    Verrätst du mir wie deine wundervollen Werke entstehen?

Ich habe immer das Gefühl, das Bild malt sich selbst und ich stehe daneben und ‚assistiere‘. Das empfinde ich als ungemein befreiend, denn es enthebt mich ein Stück weit der ‚Verantwortung‘ für das Ergebnis- eben genau das Gegenteil von dem, was ich beim Einüben von klassischer Musik erlebt habe. Dort kam es NUR auf mich an, auf meinen Fleiß, meine technischen Fähigkeiten, meine Kontrolle etc.
Ich schaffe auf der Leinwand oder dem Stück Holz bewegte Flächen mit Papieren, Pappen etc., spachtele darauf meine Marmormehl-Masse und dann kommt erstmal ganz viel Farbe drauf, die ich mit Ölen und Pigmenten selbst mache – das alles passiert nur aus dem Bauch, ohne jegliche vorherige Vorstellung, was kommen soll . Während des Trocknens passiert dann schon ganz viel auf dem Bild, auf das ich keinerlei Einfluss habe – Du kannst nur abwarten und zuschauen – das ist das Schöne. 🙂
Wenn alles getrocknet ist, habe ich oft schon eine Ahnung, in welche Richtung das Bild gehen will- es gibt dann z.B. schon eine Stelle , die mich an etwas aus der Natur erinnert, einen Garten, einen Wald oder etwas unter Wasser. Davon lasse ich mich dann inspirieren und spachtele entsprechend eine zweite Schicht auf: Ich hebe etwas hervor, überdecke etwas anderes etc. Das vorherige bricht beim Trocknen dann aber wieder und beeinflusst die neue Schicht von unten, Farben scheinen durch oder die Strukturen der unteren Schicht wirken sich auf die obere aus….

Frühlingserwachen Marmormehl, Sumpfkalk, Papier, Öl, Pigmente auf LW 100x100 780€
Frühlingserwachen – Sushi (Marmormehl, Sumpfkalk, Papier, Öl & Pigmente auf Leinwand)
  • Beschreibe deine Kunst doch einmal bitte in 3 Worten.

Spontan – Unvorhersehbar – Abenteuerlich

  • Welches ist dein persönliches Lieblingswerk?

Ich habe keines – oder man könnte sagen: Immer das, was ich gerade male- ich male immer parallel an mehreren Bildern, weil die Trocknungsprozesse sehr lange dauern. Übrigens war es auch in der Musik so, dass ich keinen Lieblings-Komponisten hatte- immer das Stück, welches ich gerade gespielt habe, mochte ich am liebsten.

  • Hast du zum Abschluss noch ein paar Worte zu JuMa of Arts..?

Ich finde die Idee großartig, die hinter JuMa of Arts steht: Erschwingliche Originale für jeden! Es ist ein solcher Unterschied, ob ich ein Original oder einen Druck an der Wand habe. Für mich sind Bilder Lebewesen, und ich würde mich freuen, wenn mehr Menschen das durch JuMa of Arts so erleben könnten.


Vielen Dank für das nette, interessante und außergewöhnliche Gespräch, liebe Susanne! Ich freue mich, dass wir und die Leser so viel über deinen Weg zur Kunst und deine Ansichten erfahren konnten! Mir hat es sehr viel Spaß gemacht! Wir sind froh, dich in der Community zu haben. Danke für deine Zeit!

Besucht ihr Künstlerprofil! → Sushi!

 

Unbenannt

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